Frauen in Führungspositionen
Vor ungefähr dreißig Jahren regierten in den Unternehmen vorwiegend die Männer. Es ist zwar heute auch in manchen Branchen noch immer so, so wie in den typischen Männerberufen, aber auch in den großen Konzernen. Laut statischen Auswertungen arbeiten Frauen meist in Klein- und Mittelbetrieben, nur ob sie das freiwillig so wollen oder ob sie in Großkonzernen erst gar nicht so gern eingestellt werden, steht außer der Betrachtungsweise.
Bei den Mittelbetrieben haben aber Frauen gute Chancen in die Führungspositionen eintreten zu können. Hier sticht besonders der Osten heraus, wo sich Frauen schon sehr gut in der Führungsebene etablieren konnten. Sie haben im Gegensatz zu Männern oft bessere Ausbildungen und hatten auch schon während der Schulzeit bessere Zensuren.
Was sind die Gründe, dass Frauen schwieriger in Führungspositionen vordringen können?
Frauen stehen sich oft selber im Weg zu ihrer Karriere. Eine zu hohe Freundlichkeit und Rücksichtsnahme gegenüber den Kollegen oder eine falsche Bescheidenheit der Leistungen betreffend, hat am Karriereweg nichts zu suchen. Um etwas zu erreichen und an die Sitze der Unternehmensführung zu kommen, bedarf es schon einer gewissen Härte und unter anderen auch eine bestimmte Ellenbogentechnik, um sich voran zu boxen. Die männlichen Kollegen sind dabei natürlich harte Mitstreiter um die Macht und ihnen ist dazu jedes Mittel recht.
Hat die Frau dann dieses harte Ziel erreicht, gelingt es ihr meist auch sehr gut sich in ihren Führungsaufgaben zurechtzufinden. Hinderlich für die Karriere sind leider immer noch die Elternzeit, die ein zu langes berufliches Aussetzen erfordert. Und wenn die Frauen in der Erziehung keinen familiären Rückhalt in form von Großeltern oder Verwandten haben, dann werden sie die beruflichen Benachteiligungen sehr hart spüren.